Die Stiftung bezweckt die Förderung, Unterstützung und Integration von Menschen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen. Zu diesem Zweck betreibt die Stiftung Wohneinrichtungen, damit diese Menschen ein Zuhause finden, das ihnen Betreuung, Beschäftigung, Unterkunft und Verpflegung bietet. Zudem stellt die Stiftung an verschiedenen Orten Arbeits- und Tagesstrukturangebote für diese Menschen zur Verfügung. Auf dem Gebiet des Stiftungszwecks kann die Stiftung überdies ambulante Betreuungsangebote bereitstellen; gastronomische- und kulturelle Projekte betreiben, soweit diese einen Beitrag zur Förderung der betroffenen Menschen bieten; Beratungsangebote bereitstellen; Gesundheitsdienste betreiben; weitere Angebote führen und Projekte entwickeln und betreiben sowie mit anderen Organisationen Zusammenarbeiten. Die Stiftung verfolgt keine Gewinnabsicht und hat gemeinnützigen Charakter. Sie ist politisch, religiös und weltanschaulich neutral. Die Stiftung kann Unternehmen errichten und sich an solchen beteiligen sowie Liegenschaften erwerben, verwalten, belasten und veräussern.
An vier Standorten bieten die Wohnheime im Seefeld Wohnen, Arbeit und Inklusion für Menschen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen im Zürcher Seefeldquartier. Die Stiftung schafft Lebens- und Arbeitsräume, die Selbstständigkeit, Teilhabe und persönliche Entwicklung ermöglichen. Mit vielfältigen Wohn-, Beschäftigungs- und Kulturangeboten setzt sie sich seit vielen Jahren für die gleichberechtigte Mitwirkung von Menschen mit und ohne Beeinträchtigung im gesellschaftlichen Leben ein.
Selbstbestimmtes Wohnen ermöglichen: Menschen mit Beeinträchtigungen sollen in einem sicheren, unterstützenden Umfeld leben können, das ihre individuellen Bedürfnisse berücksichtigt. Teilhabe am gesellschaftlichen Leben fördern: Die Stiftung schafft Rahmenbedingungen, damit Menschen mit und ohne Beeinträchtigung selbstverständlich am sozialen, kulturellen und nachbarschaftlichen Leben teilnehmen können. Selbstständigkeit stärken: Durch gezielte Begleitung, Förderung und passende Angebote werden persönliche Kompetenzen und Eigenverantwortung entwickelt. Sinnvolle Arbeit und Tagesstruktur bieten: Arbeits- und Beschäftigungsangebote schaffen Perspektiven, Anerkennung und soziale Integration. Inklusive Begegnungsräume gestalten: Mit kulturellen und gemeinschaftlichen Angeboten trägt die Stiftung zu einer vielfältigen und solidarischen Gesellschaft bei. Lebensqualität langfristig sichern: Fachlich fundierte Betreuung, kontinuierliche Weiterentwicklung der Angebote und eine nachhaltige Organisation stehen im Zentrum.
Humanistisches Menschenbild: Jeder Mensch besitzt Würde, Einzigartigkeit und Entwicklungspotenzial – unabhängig von Beeinträchtigung oder Unterstützungsbedarf. Selbstbestimmung und Eigenverantwortung: Die individuelle Lebensgestaltung der begleiteten Menschen steht im Zentrum. Ressourcen- und bedürfnisorientiertes Handeln: Förderung knüpft an vorhandene Fähigkeiten an und respektiert persönliche Lebensentwürfe. Teilhabe und Inklusion: Gesellschaftliche Mitwirkung und Begegnung werden aktiv ermöglicht und unterstützt. Wertschätzung und Verlässlichkeit: Beziehungen sind geprägt von Respekt, Vertrauen und professioneller Nähe-Distanz-Gestaltung. Fachlichkeit und Qualität: Die Arbeit basiert auf reflektierter Praxis, kontinuierlicher Weiterbildung und verantwortungsvollem Mitteleinsatz. Kooperation und Transparenz: Zusammenarbeit mit Angehörigen, Fachstellen und Öffentlichkeit erfolgt offen und partnerschaftlich.
Eltern von jungen Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen gründeten 1966 den gemeinnützigen, politisch und konfessionell neutralen Verein Wohnheim Kreuzstrasse. Das Wohnheim Kreuzstrasse verfügte anfänglich über 34 Wohnplätze für Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen. Nach diversen Umbauten zur Erhöhung der Wohnqualität zählt es heute noch deren 22. Für 16 ältere, kognitiv beeinträchtigte Menschen mit einem erhöhten Betreuungs- und Pflegebedarf bietet das rollstuhlgängig ausgebaute Wohnheim Ottenweg seit 1997 ein Zuhause. 2010 wurde an der Mainaustrasse 58 ein Neubau mit 18 Wohnplätzen für Menschen mit kognitiven und mehrfachen Beeinträchtigungen eröffnet. Im selben Jahr erfolgte auch die Umbenennung des Trägervereins zu «Verein Wohnheime im Seefeld» (WHIS). Am 1. September 2021 wurde der Standort Hornbach eröffnet. Er bietet 11 Plätze für sehr selbständige Menschen mit Beeinträchtigungen, die nur sehr wenig Betreuung benötigen. Am 13. November 2023 gründete der Vorstand des Vereins WHIS eine neue Stiftung, die fortan die Trägerschaft der Wohnheime im Seefeld übernehmen soll. Im Juni 2024 wurde sämtliche Aktiven und Passiven sowie alle Verträge des Vereins auf die «Stiftung Wohnheime im Seefeld» übertragen. Mit dem Kantonalen Sozialamt hat der Verein WHIS mehrere Leistungsvereinbarungen für die Bereiche Wohnen, Tagesstätte und Werkstätte abgeschlossen. Insgesamt bieten die Wohnheime zurzeit 67 Menschen ein Zuhause im Seefeldquartier, wovon 35 auch die internen Tagesstätten besuchen. Daneben bieten wir an den Standorten Mainaustrasse, Ottenweg und Hornbach Tagesstättenplätze für externe Wohnende. In den WHIS sind in 17 Vollstellen Menschen mit Beeinträchtigungen im ergänzenden Arbeitsmarkt tätig. Für die strategische Führung zuständig ist der Stiftungsrat mit fünf ehrenamtlichen Mitgliedern. Für den operativen Betrieb beschäftigt der Verein 91 Mitarbeitende in 58 Vollstellen (Stand 31. 12. 2025). Die WHIS verstehen sich als urbane Institution, die Menschen mit Beeinträchtigungen im Seefeld ein weitestgehend normales Leben ermöglichen. Die Einbettung ins Seefeldquartier, die Teilhabe am städtischen Leben und an der Kultur sowie die Nutzung der umgebenden Infrastrukturen sind die wichtigsten Elemente der Betreuungsphilosophie. In seinem Strategieentscheid hat der Vorstand des Vereins Wohnheime im Seefeld festgehalten, dass im Zuge der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention verschiedene neue Möglichkeiten und Angebote für Menschen mit Beeinträchtigungen geprüft werden sollen, die die Wahlfreiheit, die Selbstbestimmung sowie die Bedingungen für Inklusion und Partizipation fördern und verbessern sollen. Mit unseren neuen Angeboten in der neuen städtischen Siedlung Hornbach schaffen wir hervorragende Wohn-, Ausbildungs- und Arbeitsmöglichkeiten für Menschen mit Beeinträchtigungen. Zudem bieten wir ein inklusives Kulturangebot, an dem Menschen mit und ohne Beeinträchtigung sowohl aktiv wie auch passiv teilhaben können. Darüber hinaus erhoffen wir uns viele neue, positive Impulse für die Quartierentwicklung, von denen nicht zuletzt auch alle im Seefeld wohnhaften Menschen profitieren werden.
- Taxerträge - Abgeltungen aus Leistungsvereinbarungen mit dem Sozialamt des Kantons Zürich - Erträge aus Nebenbetrieben - Spendenerträge