Bildung durch Schulernährung

Stiftung Schweiz ForAfrika

Mit nur 114 CHF im Jahr ermöglichen Sie Nahrung und Bildung für ein Kind in Angola. Mit der Ernährung der Kinder schaffen wir den Zugang zu Bildung und legen damit ein Fundament für die Zukunft. Durch Ihre Spende kann der Kreislauf von Armut und Hunger für Kinder gebrochen werden.

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  • Herausforderung

    Während sich Angola noch immer von einem drei Jahrzehnte andauernden Bürgerkrieg erholt, fehlt es auch der sozialen und wirtschaftlichen Struktur des Landes an Ordnung. In vergangenen Jahren trafen anhaltende Dürren, insbesondere im Süden des Landes, schätzungsweise 2,3 Millionen Menschen hart. Viele Familien verloren dabei ihre Ernten und Nutztiere. Viele Menschen, die im informellen Sektor arbeiteten, haben ihre Jobs verloren. Die hohe Inflation hat Nahrungsmittel stark verteuert. Dies wirft viele Menschen zurück in die Armut. Aus Not und Verzweiflung versuchen sich die Familien auf alle erdenkliche Weise zu helfen – oft auf Kosten der Kinder. So werden diese teils dauerhaft als Arbeitskräfte auf Feldern eingesetzt und die Mädchen zwangsverheiratet. Kinder, die eigentlich in die Schule gehen sollten, müssen ihren Eltern häufig dabei helfen, ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Für viele ist Bildung daher unvorstellbar.

  • Handlungsbedarf

    Vor diesem Hintergrund rückt die Deckung von essenziellen Bedürfnissen nach Nahrung oder Wasser wieder verstärkt in den Fokus. Eine (ausreichende) Ernährung spielt in der physischen und psychischen Entwicklung von Kindern eine entscheidende Rolle. Erhält der Körper nicht genügend Energie und Nährstoffe gleicht er den Mangel damit aus, dass er körperliche und geistige Aktivitäten einschränkt. Die Abwehrkräfte werden geschwächt, Konzentrationsfähigkeit lassen nach, die Menschen werden apathisch. Bei Kindern sind die Konsequenzen umso verheerender, als dass die Folgen aufgrund von Unterernährung oft bleibend sind. Die Schädigungen ihrer geistigen und körperlichen Entwicklung sind oft unumkehrbar. 1,8 Millionen Kinder unter 5 Jahren sind in Angola von kognitiven und körperlichen Einschränkungen bedroht, die ein Leben lang anhalten können.

  • Massnahmen

    Die Schulmahlzeiten werden mit lebenswichtigen Vitaminen und Mineralstoffen angereichert und decken 75% des Nährstoffbedarfs eines Kindes. Damit ist er die effektivste Methode, den Hunger zu bekämpfen. Derzeit unterstützt Schweiz ForAfrika mit Hilfe unseres Projektpartners Angola ForAfrika insgesamt 23 Schulen in Angola. Während die Kinder an jedem Schultag eine Portion des Soja-Mais-Breis erhalten, führen lokale Mitarbeiter Schulungen und Sensibilisierungsmassnahmen für Lehrer und Eltern durch und beziehen diese aktiv in die Schulernährung mit ein. Auch hilft ForAfrika bei der Verbesserung der schulischen Infrastruktur sowie der Wasserversorgung.

  • Kooperationspartner

    Die Projektverantwortung liegt bei Schweiz ForAfrika und der ForAfrika Angola: Durch das gemeinsame Planen und die stetige Kommunikation zwischen den Länderbüros vor, während und nach dem Projekt, kann ein optimaler Projektablauf garantiert und eine Durchführung auf Augenhöhe erzielt werden. Für eine wirksame Umsetzung und Koordination stimmt ForAfrika zudem alle geplanten Interventionen mit lokalen Behörden und ggf. anderen im Projektgebiet tätigen NGOs und gemeindebasierten Organisationen (CBOs) ab.

  • Wirkung

    Die hohen Einschreibezahlen an unseren Patenschulen unterstreichen im Vergleich mit anderen Schulen den positiven Effekt unseres Schulernährungsprogramms. Die tägliche Mahlzeit ist ein willkommenes Geschenk nicht nur für die Kinder, sondern für deren Familien und Dorfgemeinschaften. Einerseits können sich die Kinder nach einer Mahlzeit besser auf den Unterricht konzentrieren und andererseits ermöglicht es vielen Eltern überhaupt erst, ihre Kinder zur Schule zu schicken. Denn ohne Mahlzeit müssen die Kinder oft arbeiten gehen und mithelfen, damit die Familie wenigstens eine Mahlzeit pro Tag zu sich nehmen kann. So legt die Schulernährung eine gute Grundlage für Dorfgemeinschaften. Denn Bildung öffnet den jungen Menschen später im Leben neue Türen, um Einkommen für ihre Familien zu sichern. Die Lagerung, Zubereitung und Verteilung der Mahlzeiten wird durch die lokale Dorfbevölkerung ausgeführt.

  • Besondere Qualität des Projekts;
    Eignung der Organisation

    ForAfrika kann langjährige Erfahrung im Bereich der Schulernährung aufweisen. Durch die Projektausführung mit Partnern vor Ort, kann eine wirksame Organisation und Koordination auf Augenhöhe garantiert werden.