Lernende in ihrer Selbstwirksamkeit unterstützen
Stiftung WisliStellen Sie sich vor, Sie hätten während Ihrer Ausbildung körperliche Gewalt, Erniedrigung und Ablehnung erlebt. Was kaum vorstellbar klingt, hat Chase tatsächlich erlebt: «Wenn ich etwas falsch gemacht habe, bekam ich einen Schraubenzieher an den Kopf.» Diese belastenden Erfahrungen führten schliesslich zu einem Lehrabbruch und zu einem Aufenthalt in einer Akutklinik. Mit Ihrer Spende schenken Sie jungen Menschen wie Chase Stabilität und die Chance auf einen erfolgreichen Ausbildungsweg. Nachdem es Chase besser ging, begann er ein Aufbautraining in der Stiftung Wisli. Dort fand er Sicherheit, Anerkennung und den Mut, erneut eine Ausbildung zu starten. Heute absolviert er innerhalb der Stiftung Wisli eine KV-Lehre EFZ im geschützten Rahmen. Viele unserer Lernenden bringen ähnliche belastende Erfahrungen mit. Was sie brauchen, ist ein Umfeld, das Sicherheit gibt, Überforderung reduziert und Entwicklung überhaupt erst möglich macht. Damit wir diesen geschützten Rahmen weiter stärken können, sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen. Am Standort Winterthur möchten wir einen ruhigen Rückzugsraum für konzentriertes Arbeiten schaffen. Zudem plant das Ausbildungsteam einen gemeinsamen Ausflug, der Anerkennung vermittelt und das soziale Miteinander stärkt. Mit einer Spende helfen Sie mit, Lernenden auf eine nachhaltige Integration in den ersten Arbeitsmarkt vorzubereiten und ihnen nach Abschluss der Ausbildung den Einstieg in ein reguläres Arbeitsverhältnis zu ermöglichen. Herzlichen Dank für Ihre wertvolle Unterstützung und Ihr Vertrauen.
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Herausforderung
Lernende mit Förderbedarf benötigen eine individuelle Begleitung sowie regelmässige Möglichkeiten zur Entlastung und Erholung. Dabei stehen insbesondere die Förderung von Eigenverantwortung, Selbstwahrnehmung und Selbstständigkeit im Mittelpunkt, damit sie ihre Fähigkeiten schrittweise entwickeln können. Gleichzeitig sind wir von den zuweisenden Stellen beauftragt, eine praxisnahe Ausbildung mit Ausrichtung auf den ersten Arbeitsmarkt sicherzustellen. Dies beinhaltet unter anderem die Arbeit in Grossraumbüros sowie Einsätze im Kundenumfeld ausserhalb des Ausbildungsbetriebs. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, sind unterschiedliche pädagogische und organisatorische Ansätze erforderlich.
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Handlungsbedarf
Die Zahl der Lernenden mit erhöhtem Förder- und Unterstützungsbedarf steigt kontinuierlich. Im Jahr 2023 wurden durchschnittlich 21 % aller Lehrverträge aufgelöst (Quelle: BFS). Besonders betroffen sind Lernende, deren Ausbildung aus gesundheitlichen Gründen unterbrochen wird. Ihr Wiedereinstieg in die berufliche Ausbildung gestaltet sich häufig schwierig und zeitaufwendig (Quelle: Nationaler Gesundheitsbericht 2025). Diese Entwicklung zeigt sich auch in der steigenden Nachfrage nach unseren Ausbildungsangeboten. Die bestehenden Räumlichkeiten bieten jedoch nur begrenzte Möglichkeiten, auf individuelle Bedürfnisse wie erhöhte Reizempfindlichkeit, Konzentrationsschwierigkeiten oder einen vorübergehenden Rückzugsbedarf einzugehen. Durch die Schaffung zusätzlicher unterstützender Rahmenbedingungen können Lernende gezielter begleitet und in ihrer Ausbildung stabilisiert werden. Dies trägt dazu bei, Überforderungssituationen frühzeitig zu entschärfen und Lehrabbrüche zu vermeiden.
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Massnahmen
Am Standort Winterthur besteht Bedarf an einer zusätzlichen Rückzugsmöglichkeit. Der geplante schallisolierte Rückzugsraum ermöglicht ruhiges konzentriertes Arbeiten, ungestörte Gespräche sowie einen geschützten Rückzugsort bei Reizüberflutung. So kann die Arbeitsfähigkeit der Lernenden rasch stabilisiert und der Ausbildungsalltag besser bewältigt werden. Das Ausbildungsteam unterhält das Angebot "Lernbox", das aktuell den PRA-Lernenden zur Verfügung steht. Wöchentlich werden gemeinsam schulische Inhalte wiederholt, vertieft und reflektiert.
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Kooperationspartner
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Wirkung
Der geplante Rückzugsraum unterstützt das zentrale Ausbildungsziel, die Lernenden auf eine nachhaltige Integration in den ersten Arbeitsmarkt vorzubereiten. Dieser ermöglicht konzentriertes Arbeiten, ungestörte Gespräche und einen geschützten Rückzugsort bei Überforderung. Ergänzend unterstützt das Angebot "Lernbox" beim Aufholen und Repetieren von Schulstoff. Beide Angebote stärken Selbstregulation, Selbstwirksamkeit und Handlungskompetenz und erhöhen die Chancen auf eine erfolgreiche Arbeitsmarktintegration.
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Besondere Qualität des Projekts;
Eignung der OrganisationDie Stiftung hat frühzeitig auf gesellschaftliche Entwicklungen reagiert und den Bereich Ausbildung in den letzten drei Jahren gezielt gestärkt. Ausbildungskonzepte wurden weiterentwickelt und Fachmitarbeitende entsprechend geschult. Dabei wird die 40-jährige Erfahrung in der Arbeit mit psychisch beeinträchtigten Menschen gezielt genutzt, um Lernenden eine bestmögliche, bedarfsgerechte Unterstützung zu bieten. Die stetig verändernden Anforderungen der begleiteten jungen Erwachsenen werden durch kontinuierliche Weiterentwicklungen der Lernumgebung sowie durch neue Projekte aufgegriffen und adressiert. So wird sichergestellt, dass die Ausbildungsangebote flexibel bleiben und den individuellen Bedürfnissen der Lernenden gerecht werden.